Vom Wettersteingebirge zur Mieminger Kette
Die Wanderfahrt der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins führte unter der Leitung von Ernst Hauff und Helmut Barthold ins österreichische Zugspitzgebiet. Das letzte Stück der Anreise legten die Pfullinger zu Fuß zurück.
In Bichlbach besichtigten sie zuerst die Zunftkirche zum hl. Josef, die einzige erhaltene Zunftkirche in Österreich. Im Jahr 1738 waren 1042 Maurer- und Zimmermeister und 142 Meister verschiedener Gewerbegruppen eingeschrieben. Auf dem Panoramaweg wanderten sie dann über Wengle nach Lähn. Nach einer kurzen Kraxelpartie über umgestürzte Baumstämme ging es weiter nach Lermoos, wo das Standquartier erreicht wurde. Unterwegs machten sie noch Bekanntschaft mit einem deutschen, pensionierten Lehrer, der sich seit 3 Wochen mit seinem Esel auf Pilgerreise nach Assisi befand.
Der nächste Tag brachte eine Wanderung zwischen Wetterstein-Gebirge und Miemminger Kette. Von der Talstation der Ehrwalder Almbahn stieg eine Gruppe der Albvereinler auf dem europäischen Fernwanderweg E1 auf zur Ehrwalder Alm. Unterwegs konnten die herrliche Flora der Alpenwelt bestaunen. Weiter ging es hinauf zum Issentalköpfl. Dabei sichteten sie einige Murmeltiere. Vom Issentalköpfl hatten sie eine herrliche Aussicht auf das Ehrwalder Becken . An den Hängen des Wetterstein-Gebirges konnten sie etliche Gemsen ausmachen. Auf der Hochfeldern Alm trafen sie auf die 2. Gruppe, die mit der Bahn zur Ehrwalder Alm aufgefahren war. Gemeinsam warteten sie einen Gewitterschauer ab und wurden dabei mit „hausgemachter“ Musik unterhalten. Über die Pestkapelle ging es dann zurück zur Ehrwalder Alm, wo die einen zur Talstation abstiegen und die anderen per Gondel hinunter gelangten.
Unterm Zugspitzmassiv wanderten die Albvereinler anderntags. Einige nutzten die Gelegenheit und fuhren mit der Zugspitzbahn auf den höchsten Berg Deutschlands (2962 m).und verbrachten dort einige schöne Stunden. Die anderen stiegen von der Talstation der Bahn auf dem Thörlen Rundweg bis zum Eibseeblick auf. Hier offenbarte sich ein herrlicher Blick auf den Eibsee mit seinen grünen Inseln. Vorbei am Skulpturengarten wurde dann die Hochthörlehütte erreicht. Nach einer Pause ging es hinab zum Diana Thörle. Zum Schluß hatten alle noch die Gelegenheit, sich Ehrwald, das „Tiroler Zugspitzdorf“ anzusehen.
Der letzte Tag brachte den Höhepunkt, den Aufstieg zur Grubigsteinspitze. Von Lermoos ging es mittels Seilbahn auf den Grubigstein. Eine Gruppe machte eine Wanderung um die Grubig-Alm. die andere wagte sich an den Aufstieg zur Grubigstein-Spitze. Über einen versicherten Steig gelangten sie zum Gipfelkreuz. Dort hatten sie einen prächtigen Blick auf die umliegenden Berge. Ernst Hauff holte seine Mundharmonika hervor und die Gipfelstürmer sangen bei strahlendem Sonnenschein dazu. Nach dem Abstieg wurde die Heimreise angetreten.
Doris Sautter dankte im Namen der Teilnehmer den Organisatoren Helmut Barthold und Ernst Hauff, sowie deren Frauen, die auch für einige der Wanderungen verantwortlich zeichneten.